Langzeitstudie beweist nun, ob Gewaltspiele aggressiv machen oder nicht!

USA präsentieren Ergebnisse einer Langzeitstudie zum Thema Gewaltspiele!

In einer Langzeitstudie wurden die Auswirkungen von Gewaltspielen auf die Entwicklung und das Aggressionspotential getestet. Nach vielen Jahren liegen nun die Ergebnisse vor. Wirklich überrascht hat uns das Ergebnis aber nicht.

Eine Langzeitstudie in den USA befasste sich bereits seit Anfang der Neunziger Jahre mit der Auswirkung von Gewaltspielen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Damals nahmen fast 15.000 schwangere Frauen daran teil, sodass man akkurate Ergebnisse von den (heute) Jugendlichen bekommen konnte. Dabei legte man besonderes Augenmerk auf mögliche Depressionen, erhöhtes Gewaltpotenzial und durch Videospiele erzeugte Einschränkungen im späteren Lebensweg.

Natürlich sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht mehr alle ursprünglichen Teilnehmer dabei gewesen, dennoch liegen 5400 relevante Testergebnisse vor, von denen 2453 angaben, im Alter von 8 bis 9 mit Videospielen begonnen zu haben. Von den letztendlich 1815 verwertbaren Testergebnissen zeigten 26 Verhaltensstörungen. 22 Teilnehmer fielen dabei in die Kategorie „Depression“.

Tabelle der Teilnehmer

Tabelle der Teilnehmer

Tabelle Verhaltensauffälligkeiten

Tabelle Verhaltensauffälligkeiten

Dazu befragte man die Jugendlichen nach der aktuellen Wohnsituation, Familienverhältnissen, Bildung und sozialem Status. Bei der nun beendeten Studie gab es ein ziemlich eindeutiges Ergebnis: Es gab einige leichte Auffälligkeiten, die allerdings komplett innerhalb der statistischen Fehlertoleranz blieben. Schlussendlich kam die Studie zu dem Schluss, dass es keinen Zusammenhang zwischen den so häufig kritisierten Gewaltspielen und auffälligem Verhalten der Heranwachsenden gibt.

Überrascht dich dieses Ergebnis oder hättest du mit solch einem Resultat gerechnet? Schreib es uns in die Kommentare!

Quelle: PLOS ONE

Kategorie
Gaming
Ricardo Beigang

Ich gehöre mit meinen 34 Jahren zwar nicht mehr ganz zur jungen Generation, kann im Gegenzug aber mit viel Erfahrung im Bereich der Videospiele aufwarten. Ich betrachte dieses Medium nicht einfach nur als simplen Zeitvertreib, sondern befasse mich ausgiebig mit den kulturellen und gesellschaftlichen Aspekten des Gamings. Das beinhaltet neben dem Schreiben auch das Kommentieren, beispielsweise bei Charity-Events wie dem AGDQ. Privat fahre ich eher die Retro-Schiene und bin ein großer Enthusiast klassischer JRPGs, aber auch eine Runde Battlefield und Co. schlage ich nicht aus.

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